Die Zukunft des Gastgewerbes: Positive Aussichten durch wirtschaftliche Digitalisierung

Die Zukunft des Gastgewerbes ist bunt, lebendig und zunehmend digitaler. Diese Vermutung stammt aus den Food und Liefertrends der letzten Jahre. Erfolgreiche Restaurants und Gastro-Einrichtungen setzen jetzt daher verstärkt auf einen Mix aus Ambiente und Auslieferung. Dafür müssen sie traditionelle Barrieren wie den Wunsch, den Kunden in die eigenen Räumlichkeiten zu locken, überwinden, und die Digitalisierung der Wirtschaft für ihre eigenen Ziele nutzen. Kurz: Als Gastronom/-in erwarten dich in den kommenden Jahren viele Chancen, die dein Business verändern und verbessern können.

Aus diesem Blog mitnehmen kannst du:

  • Die Erkenntnis, warum gerade jetzt eine spannende Zeit voller gastronomischer Möglichkeiten auf dich wartet
  • Die Aufklärung, warum die Digitalisierung in der Gastronomie nicht gleich Online-Lieferservice ist
  • Die Anleitung, wie du Apps und Foodtrends für dein Restaurant gewinnbringend einbringen kannst

Von anspruchsvollen Gästen und anonymen Bestellern

Die Gastronomie lebt vom vertrauensvollen Umgang mit Gästen. Betrachtet man das Gastgewerbe aus einem historischen Blickwinkel waren Einrichtungen wie Restaurants, Bars und Bistros schon immer ein Ort, an dem wichtige Entscheidungen getroffen, kreative neue Ideen getankt wurden und sich Reisende sich in eine Region verliebten.

Aus Sicht einer Vielzahl von Gastronomen droht diese Kultur durch die Digitalisierung der Wirtschaft wegzubrechen. Wenn sie bei der Massenanfertigung per Anruf oder E-Mail nicht mitmachen wollen, bleiben ihre Betriebe immer öfter leer. Die wenigen Gäste, die das Restaurant betreten, haben unerfüllbare Sonderwünsche, Allergien und haben Einwände gegen die meisten in den Rezepten verwendeten Zutaten. Sowohl Gastronom als auch Gast bleiben unbefriedigt zurück. Bedeutet dies das Ende einer einst so schönen Beziehung?

 

Es gibt Widerspruch von Experten im Bereich Foodtrends. Stimmen werden laut, dass in der Gastronomie so viel möglich war wie heute. Der Gästekontakt kann und soll wieder freudig sein, wenn du die Möglichkeiten der Kundenbindung in der Gastronomie neu für dich entdeckst.

Digitalisierung nicht gleich Lieferservice

Grosse Anbieter wie Uber Eats, Mjam oder Foodora waren die Wegbereiter dafür, dass es heute an der Tagesordnung ist, dass Gäste immer öfter ihre Lieblingsgerichte einfach bequem nach Hause oder ins Büro bestellen können. Bedeutet dies, dass du als Restaurantbesitzer/-in an derartigen an Bestellservices teilnehmen musst?

 

Für die Beantwortung müssen vor allem die kleinen Betriebe differenziert betrachtet werden, denn für sie lohnt sich die Ankopplung kaum. Da Bestellungen schneller ausgeliefert werden müssen als in Restaurants üblich, verursachen sie Stress. Ungeduldige Lieferfahrer blockieren zudem den Durchgangsbetrieb. Erfolgreiche Restaurants sehen sich plötzlich mit dem Preiskampf kleiner Bistros konfrontiert, deren Geschäftsmodelle ausschliesslich als Lieferdienst aufgestellt sind.

 

Doch es gibt sie noch, die Gastro-Betriebe, welche völlig ohne Online-Lieferdienst auskommen. Einzigartigkeit macht sie überlebensfähig. Erfahrene Gastronomen wissen, dass eine positive Kundenbindung im Gastgewerbe auf lange Sicht ein Lebensretter ist. Erschliesse dir daher neue Kundengruppen oder restrukturiere dein Menu. Viele Foodtrends, welche die Zukunft der Gastronomie bestimmen werden, lassen sich aus Forschung und Statistiken ableiten.

Erlebnisgastronomie mit Wohnzimmer-Feeling

Dadurch dass Wohnungen immer kleiner wird und der Wunsch nach sozialen und menschlichen Kontakten zugleich wächst, betrachten innovative Gastronomen ihr Lokal nicht mehr nur als klassischen Ort für Bewirtung, sondern bieten ihren Gästen ein “erweitertes Wohnzimmer“.

 

Ein zentrales Element der neuen und gewinnbringenden Gastronomie ist die Unterhaltung. Das Konzept Erlebnisgastronomie setzt auf Entertainment von der Begrüssung bis zu Verabschiedung. Gerade da spielt die Digitalisierung eine recht nebensächliche Rolle. An erster Stelle steht das Personal mit seiner Freundlichkeit und dem Bestreben, den Gästen immer die richtige Empfehlung zu unterbreiten.

 

Wer seine MitarbeiterInnen perfekt schult und mitreisst macht nicht nur mehr Umsatz, sondern erwirtschaftet auch wesentlich höhere Deckungsbeiträge. Diese faszinierenden Gastronomen, die es schaffen, durch geschulte und begeisternde MitarbeiterInnen dem Gast durchschnittlich 5 Produkte zu verkaufen, werden auch den Wandel der Digitalisierung für sich nutzen können.

Kurz: Je besser du deine Mitarbeiter schulst, desto mehr werden deine Gäste konsumieren. Dies wiederum erhöht die Chance für deine Mitarbeiter, mehr Trinkgeld zu bekommen!

Wie Foodtrends die Zukunft der Gastronomie färben

Mit Sicherheit diese Situation einem jeden Gastronomen nur zu gut bekannt: Ein Gast bestellt einen glutenfreien, veganen Hauptgang – aber bitte ohne Soja. Wünsche, die man nicht umsetzen kann (oder will) sind frustrierend und eine Herausforderung. Schult man seine Mitarbeiter in diesem Bereich, kann das viel bewirken.

Suche dir deshalb Personal mit Erfahrung bezüglich heikler Ansprüche und gutausgebildete Köche, die das notwendige Fachwissen in deinen Betrieb bringen. Lass deinen langjährige Mitarbeiter Mitarbeiterschulungen zukommen, bei denen sie neue Basics erlernen. Erfolgreiche Gasto-Einrichtungen zeichnen sich heute dadurch aus, dass sie wissen, was ein «in vitro»- Burger ist, ihr eigenes Gemüse auf dem Dach anbauen und eine Allergiker-Karte mit Selbstverständlichkeit führen.

Folgende Trends dominieren die Kundenwünsche aktuell

  • Breakfast “to go” (wie Smoothie Bowls, Overnight Oats)
  • Zutaten, die in-vitro im Lokal oder in zugehörigem Garten angebaut werden
  • bestimmte Zutaten auf Wunsch für Allergiker und Diäten wegzulassen
  • Craft-Culture: Bier, Handwerksbrot
  • Kompromisslos vegan, bio und regional
  • individuelle Beratung, vertrauensvolles Ambiente

Bezüglich einer modernen Ernährungsweise hat das Bewusstsein der KonsumentInnen zugenommen. Dort einhaken kannst du, indem du die Digitalisierung der Wirtschaft nutzt, um ungewöhnliche Nahrungsmittel zu beziehen. Baue dir durch die Digitalisierung der Wirtschaft neue regionale Netzwerke auf, die die Zukunft der Gastronomie in Ihrer Umgebung sichern.

 

Anbindungen zu Lieferdiensten sind nur eine der vielen Methoden, eine Kundenbindung in der Gastronomie zu erwirken. Verfolgst du auch auf Lieferportalen ein einzigartiges Konzept, wirst du dich auch dort von der Masse abheben.

Mit Google und Apps zur wirtschaftlichen Digitalisierung

Einer der wohl wertvollsten Tipps, den man Unternehmen heute geben kann, ist sich mit Tools wie Google My Business zu beschäftigen. Kunden bewerten Restaurants oft, gern und ausführlich. Sie sprechen twittern darüber oder posten ihre Fotos des Essens auf Instagram. Reputationsmanagement sprich ein etwaiges Eingreifen und generelles Moderieren ist nur dann möglich, wenn Sie den Kontakt halten und erreichbar sind.

 

Apps wie “Too Good To Go” stellen gänzlich neuartige Kontakt zwischen bewussten KonsumentInnen und Gastronomen her. Diese App basiert auf dem Prinzip, dass Kundinnen und Kunden nach Feierabend oder bei Kartenwechsel Reste kaufen, die du sonst wegwerfen würdest. Klingt nach einer Win-Win Situation: Dein Gast bekommt Gerichte, die er lieben wird, und du verbesserst dabei dein grünes Image und verkleinerst deinen ökologischen Fussabdruck. Solche Aspekte sind der wahre Gewinn der Digitalisierung. Bindung zum Gast lässt sich in der Gastronomie so ganz einfach aufbauen. Nutze die aktuellen Trends und Apps und baue dir ein Modell auf, welches deine neue Zielgruppe für lange Zeit an dich bindet. Damit sind dir gute Bewertungen sicher.

 

Letztlich wird es bei der Digitalisierung im Gastgewerbe darum gehen

  • zu begreifen, dass die Digitalisierung eine Chance ist
  • die Mitarbeiterführung neu zu interpretieren
  • die Bindung zu deinen Kunden auf verschiedenen Ebenen zu weiterzuentwickeln und dabei zu intensivieren
  • alle Möglichkeiten zu nutzen, die dir offline und online zur Verfügung stehen

Offline? Das geht, indem wir in unsere humanen Ressourcen investieren. Denn halte dir im Bewusstsein, dass man in der Gastronomie zu 80% Emotionen und Empfehlungen und nur 20% Produkte verkauft. Diese müssen dann allerdings auch das halten, was wir durch unsere Emotionen und Empfehlungen vorher versprochen haben.

 

Nur diejenigen, die dies beherzigen und mit einem Team aus strategisch geschulten und faszinierten MitarbeiterInnen tagtäglich umsetzen, werden Umsätze und Gewinne schreiben, von denen sie bis jetzt nur geträumt haben. Der Antriebsmotor für all das? Faszination! In diesem Sinne – faszinierst du schon oder verkaufst immernoch? 😉

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