5 Tipps für die Digitalisierung in deinem Restaurant

Der Begriff „Digitalisierung“ ist derzeit in aller Munde. Viele Gastronomen stehen deshalb vor der Herausforderung, sich diesem Thema zu widmen, denn zweifelsohne wird es die Zukunft der Gastro-Branche mitbestimmen. Doch wie starten, ohne dass die Welt der Bits und Bytes einen gleich überfordert? Dieser Beitrag dient der Einordnung des Digitalisierungstrends. Er gibt generelle Tipps und räumt etwaige Sorgen aus dem Weg.

1: Die Digitalisierung schafft den Menschen nicht ab – im Gegenteil!

Die Gastronomie kann als ein „people business“ bezeichnet werden, welche ganz klar von der Mensch-zu-Mensch-Beziehung lebt. Und das wird auch so bleiben. Roboter- und Drohnenkellner, über die oft geschrieben wird, sind bizarre Ausnahmen der Regel «Je digitaler unsere Welt wird, desto wichtiger wird das Analoge sein.» Was bedeutet das? Authentische Gastfreundschaft, der persönliche Kontakt, das freundliche Lächeln der Servicekräfte – all das wird zukünftig noch relevanter werden. Und: Gutes Essen und Getränke sind vielleicht das Schönste, was die analoge „Kohlenstoffwelt“ zu bieten hat – eine sinnliche Erfahrung, die (bislang) nicht digitalisierbar ist. Das sollte man immer im Hinterkopf behalten.

2: Die Digitalisierung unterstützt Restaurantbetreiber im Backoffice

Einkauf, Onlineshop, Buchhaltung, Lager- und Warenwirtschaft, Online-Marketing, Reservierung, Kasse und Einsatzplanung: In diesen Bereichen, bedeuten digitale Tools Vereinfachung, Verschlankung und darüber hinaus Anschlussfähigkeit. Das bedeutet, dass die einzelnen Geschäftsbereiche nicht mehr isoliert voneinander betrachtet und gemanagt werden, sondern sich im Gegenteil, gegenseitig bedingen und beeinflussen. Alles steht in Relation zueinander und baut aufeinander auf. Das wiederum macht die Einführung eines zentralen Steuerungselement unabdingbar.

3: Cockpit-Lösungen erscheinen in der Branche

Die für die gastronomische Betriebsführung so zentralen Steuerungstools sind schwer im Kommen. Viele Unternehmen arbeiten an integrierten Lösungen oder haben sie schon gelauncht. Unabhängig vom Produkt, für das sich ein Gastronom letztendlich entscheidet, kann man sagen: Indem die in den unterschiedlichen Bereichen entstehenden Daten und Informationen durch diese Cockpits auch für andere Bereiche nutzbar gemacht werden, lässt sich Zeit und Geld sparen.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel: Wenn man anhand Reservierungsinfos, Wetterdaten und Vorjahreswerten seine Umsatzerwartungen prognostizieren kann, kauft man effizienter ein. Zudem kann man seine Teamplanung auf das erwartete Kundenaufkommen abstimmen und dementsprechend um ein Vielfaches effektivere Marketingaktionen verwirklichen.

Um in der Metapher des Flugzeug-Cockpits zu bleiben: Statt eines Flugs, bei dem man nur soweit sehen kann, wie die jeweilige Wetterbedingung zulässt, ergänzt künftig ein Radar das Instrumentarium des Cockpits eines digital ausgestatten Gastronomen. Dank diesem vermeidet er sowohl Kollisionen in Bezug auf den Personaleinsatz als auch unrealistische Umsatzerwartungen.

4: Das Datenmanagement muss einer Strategie folgen

Was will und muss man wissen? Welche Ziele muss man erreichen? Was benötigt man, um diese Ziele zu erreichen? Bevor es an das Datenmanagement geht, gilt es, Fragen wie diese zu beantworten. Ganz gleich welcher Branche man angehört – um die Daten, die mittels der verknüpften Bereiche aggregiert und via Cockpit-Steuerung analysiert wurden, sinnvoll zu interpretieren und für betriebswirtschaftliche Zwecke einsetzen zu können, braucht jeder eine Strategie. Auch Gastronomen. 

Zum Beispiel sind für die Optimierung des Einkaufs zur Kontrolle des Wareneinsatzes sehr genaue Mengeninformationen nötig, mit denen das System „gefüttert“ werden kann. Je genauer man dabei seine Fragestellung bzw. Strategie formuliert, desto genauer kann man das System hinsichtlich der Datengewinnung ausrichten. Zudem gilt (und hier besteht der entscheidende Unterschied zum metaphorischen Flugzeug-Cockpit): Das System muss trainiert, iterativ angepasst und laufend verbessert werden. Wer die Perfektion als Ziel hat, bevor er das System einsetzt, wird vermutlich niemals abheben.

5: Das Digitalisierungs-Setup braucht Expertise

Jedoch ist von keinem Gastronomen zu erwarten, dass er digitale Expertise von Natur aus mitbringt. Meistens liegen seine Stärken in anderen Bereichen – Speisen, Getränke, Service – und genau so sollte es auch sein, und bleiben. Eben weil der Trend zur Digitalisierung allerdings unumgänglich ist, sollte er sich externes Fachwissen dazu holen. Wer kann dabei helfen? Wer kann unterscheiden, was hilfreich ist, was nur Spielerei? Und was im schlimmsten Fall sogar kontraproduktiv ist? Da spezialisierte Berater, technikaffine Mitarbeiter und auch Dienstleister, mit denen die Gastronomen bereits zusammenarbeiten, alle jeweils eine langfristige Kooperation anstreben sind sie sicher bereit, Ratschläge für das Setup einer solchen Infrastruktur zu geben.

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  1. Ein paar wirklich wichtige Punkte habt Ihr da aufgezeitg. Danke für den tollen Beitrag 👍🏽

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